Antegrad Krankenhausmanagement

Projektbericht
Strategische Analyse und Preisermittlung eines Klinikspezialfonds

Kunde und Auftrag

Eines der weltweit führenden Finanzdienstleistungsunternehmen beauftragte die Antegrad GmbH, einen Klinikspezialfonds einer großen deutschen Klinikkette zu analysieren und zu bewerten.

Ziel war es, einen gewichteten Preis anzugeben, der durch die Kliniken mittelfristig refinanziert werden kann.

Problemstellung

Die Übernahme des Sonderfonds und der Aktien der veräußernden Unternehmen führt zu dem nötigen Einfluss auf die Umsetzung eines nachhaltigen Zukunftskonzeptes für die deutsche Klinikkette.

Um das Unternehmen mit einem angestrebten Zukunftskonzept sichern zu können, muss eine Unternehmensform bestehen, aus der die Kapitalgeber und Käufer des Fonds auch hinreichend Einfluss nehmen können. Die aktuelle Organisation lässt dies nicht zu.

Der Markt für Rehabilitationsleistungen in Deutschland ist einzigartig und nicht vergleichbar mit dem Markt sonstiger Sozialimmobilien wie bspw. Schulen oder Krankenhäuser. Vorhersagen über die Entwicklung des Marktes für rehabilitative Medizin sind seriös nicht aufzustellen. Insofern bleibt die Beurteilung aus der Entwicklung in der Vergangenheit und deren Fortführung über einen Horizont von 10 Jahren.

Ziel

Ziel dieser Analyse ist es, einen gewichteten Preis anzugeben, der durch die Kliniken mittelfristig refinanziert werden kann.

Bezüglich der Option des Erwerbes der Fondsanteile hat die Antegrad GmbH bewertet, ob die Immobilien bzw. deren Nutzung in der heutigen oder entsprechend der vorgeschlagenen modifizierten Form hinreichend ertragreich sein können, um dem Fond die angestrebte Rendite zu sichern.

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Projektverlauf

Die Analyse zur Bewertung des Fonds wurde in mehrere Bereiche gegliedert.

Zunächst wurden Grundlagen der Analyse erarbeitet, um darauf aufbauend die Kliniken innerhalb des Spezialfonds zu bewerten. Um eine ganzheitliche Betrachtung zu gewährleisten und alle relevanten Einflussfaktoren zu berücksichtigen, wurden auch Kliniken der Kette außerhalb des Fonds in die Analyse mit einbezogen. Abschließend wurden die Ergebnisse der strategischen und quantitativen Untersuchung zusammengeführt und eine Empfehlung an das Finanzdienstleistungsunternehmen zur künftigen Ausgestaltung des Fonds – iimplizit des Klinikkonzerns – abgegeben.

Grundlagen der Analyse

Um eine strategische und quantitative Analyse durchführen zu können, hat die Antegrad GmbH zunächst das Marktumfeld betrachtet. Die Strategie und Organisation der Klinikkette wurden untersucht und ihre Schwächen in Hinblick auf die Umsetzung einer zukunftsfähigen Struktur ausgewiesen. Diese Hinweise wurden von der Antegrad GmbH um eine Potentialdarstellung und einen Vorschlag zur Reorganisation ergänzt.

Analyse der Kliniken

Die Analyse der Kliniken beinhaltete eine umfassende SWOT- und Portfolioanalyse.

Die Analyse der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken, sowie deren Interdependenzen basierte auf einer detaillierten Kennzahlen- und Umfeldanalyse sowie einer Experteneinschätzung. Nach der Kalkulation künftig notwendiger und prognostizierter EBIT-Margen wurde ein Portfolio erzeugt und interpretiert.

Empfehlung

Abschließend wurden die Ergebnisse zusammengeführt sowie eine Empfehlung für das Finanzdienstleistungsunternehmen und die Klinikkette abgegeben. Diese Empfehlung wurde durch einen konkreten Maßnahmenplan ergänzt.

 

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Ergebnis und Empfehlung

Nach den Prämissen, die in der Problemstellung und dem Projektverlauf erläutert wurden, hat die Antegrad GmbH die Kliniken der Kette bewertet.

Aus dieser Bewertung hat die Antegrad Handlungsempfehlungen abgeleitet, die in einem detailliertem Zukunftskonzept münden.

Die Maßnahmen teilten sich auf folgende Gruppen auf:

  1. Schließung von Kliniken und (so weit möglich) Verlagerung der Indikationen und Versorgungsaufträge an andere Standorte der Klinikkette.
  2. Verkauf von Kliniken
  3. Umstellung von Kliniken
  4. Optimierung der Konzernstruktur und der Administration

Insgesamt ist es nach unserer Analyse und der Realisierung der empfohlenen Maßnahmen möglich, die Mietbelastung um nahezu ein Drittel pro Jahr zu reduzieren.

Somit kann durch die Empfehlungen der Antegrad GmbH ein positives Saldo aus Mietzahlungen und EBIT ermöglicht und entsprechend ein realistischer Fondspreis angegeben werden.


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